(ss) Um einen Punkt musste sich die dritte Mannschaft gegen Friedrichsdorf-Senne geschlagen geben:

Dabei konnten sowohl Tobias Fein und Christian Pellkofer, der schon das Matt witterte, mit ein wenig Glück eine Figur gewinnen und den Punkt holen. Leider sah das bei den Verlustpartien für die Gegner ähnlich aus, allein Abdalla Mohamed konnte sich trotz überschätztem Angriff inklusive zweier Springeropfer ins Remis retten. Simon Schmid führte eine taktisch komplizierte Partie und geriet schon nach 15 Zügen in Zeitnot, konnte aber trotz Bauernopfer in der Eröffnung in ein Endspiel mit Mehrbauer abwickeln und gewinnen. Statt Albin's Gegengambit anzunehmen, wählte der Gegner folgende nicht ganz so gute Verteidigung:

1. d4 d5 2. c4 e5 3. Sc3

 11_23_sc3.jpg 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 3.. dxc4 hat Schwarz zwar keine Probleme, oft aber auch wenig Spiel nach dem Damentausch.

Interessanter ist (wie in der Partie):

3.. exd4 4. Dxd4 Sc6!? 5. Dxd5 Le6 6. Db5 a6

 

Albins Gegengambit führt in der Hauptvariante zu sehr taktischem, komplexen Spiel. Manche halten es sogar für inkorrekt, daher wird es nicht sehr oft gespielt. Recht bekannt ist noch die Laskerfalle:

1. d4 d5 2. c4 e5 3. dxe5 d4 4. e3?

 11_23_laskerfalle.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiß spielte 4.e3?. Was antwortet Schwarz?

Lösung: 4.. Lb4+ 5. Ld2 exd3! Weiß kann den Läufer nun nicht nehmen:

6. Lxb4 dxc2+ 7. Kd2 Weiß muss die Dame decken.

7..cxg1S+! Die Unterverwandlung in den Springer beseitigt den letzten Schutz der Dame mit Schach.

8. Txg1 Lg4+ und die weiße Dame ist verloren.

 

Mit vollzähliger Mannschaft wäre vielleicht sogar noch der Sieg möglich gewesen, aber so gibt es zumindest einen Sündenbock.

 

 

   
SG Friedrichsdorf-Senne 4.5 : 3.5 Bielefelder SK III
Nehring,Ernst 1-0 Herlt,Peter
Schnitzer,Manfried Remis Mohamed Yousef,Abdalla
Streuper,Olaf 0-1 Fein,Tobias
Karel,Christian 0-1 Schmid,Simon
Drewel,Marvin +:- Rensky,Horst
Schneider,Andreas 1-0 Fein,Daniel
Süßer,Florian 0-1 Pellkofer,Christian
Schuster,Josef 1-0 Obermaier,Werner