Im neuen Jahr nichts Neues

5. Spieltag der Regionalliga: Bielefelder SK II - KS Lemgo 3:5

(js) Wie zu erwarten war ging der Mannschaftskampf gegen die deutlich favorisierten Gäste aus Lemgo am Sonntag mit 3:5 verloren.

Im zeitgleich ausgetragenen Mannschaftskampf der Bezirksklasse verlor auch die dritte Mannschaft doch recht deutlich mit 1,5:6,5 gegen die dritte Mannschaft aus Sieker. Ein Gewinn an Brett 3 und ein Remis an Brett 2 sind doch etwas enttäuschend. Aber wie heißt es noch: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Bauern schmeißen.

Doch zurück zur zweiten Mannschaft: Bereits nach kurzer Spielzeit war das Endergebnis vorherzusehen: Einige ausgeglichene Stellungen, einige schwierige Stellungen und eine bereits verlorene Partie an Brett 7. Dort war der Bielefelder Spieler in seine alte Leidenschaft für das Blitzen verfallen, hatte fast jeden Zug seiner Gegnerin a tempo beantwortet und dabei einen Turm verloren. Brett 8 war nach der originell behandelten Eröffnung in einer völlig unübersichtlichen Stellung gelandet, hatte jedoch leichten Materialvorteil erzielt, dennoch war an diesem Brett aufgrund der chaotischen Situation noch jedes Ergebnis möglich. An Brett 6 hatte der Bielefelder Spieler mit Weiß gegen die Holländische Verteidigung zu kämpfen, sah sich jedoch nach einigen eigenen harmlosen Zügen bereits dem typischen schwarzen Königsangriff gegenüber, so dass auch hier das Resultat vorhersehbar war.
 
Brett 5 sah nach einer eigenwilligen Eröffnungsbehandlung (1. d4 d5 2. Sf3 Sf6 3. Sbd2) des Lemgoer Spielers bald den Kampf zwischen langfristigen positionellen Vorteilen auf der einen und dynamischen Vorteilen auf der anderen Seite. Diese Partie endete in beiderseitiger Zeitnot etwas reichlich glücklich für den Bielefelder mit einem Einsteller seines Gegners, der seinerseits zuvor einen einzügigen Gewinn ausgelassen hatte. Zwischenzeitlich waren aber bereits die Bretter 2, 3 und 4 jeweils in passiven Stellungen verloren gegangen, wohingegen Brett 8 sicher gewonnen hatte.
 
Die längste Partie des Tages wurde am Spitzenbrett gespielt: Hier war in ein Wolga-Gambit zu sehen, dessen richtige Behandlung den Lemgoer zumindest viel Zeit kostete, wenngleich die Stellung dann wohl vorteilhaft für ihn war. Auch hier drehte sich die Partie in der Zeitnotphase und wurde dann vom Bielefelder Spitzenspieler sicher nach Hause gebracht. Damit hieß es am Ende 3:5, was knapper klingt, als es tatsächlich war. Nun haben wir jedoch alle Mannschaften hinter uns, die derzeit in der Tabelle oben stehen, so dass so langsam auch mal ein paar Punkte für uns abfallen könnten. Weiter geht es am 03.02. in der heimischen Bürgerwache gegen die Mannschaft aus Kirchlengern, die zwar sicher gut besetzt, aber wohl auch nicht unschlagbar ist.
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