Bielefelder SK - SG Bünde 6:2

(mf) Ein Aufstieg der ersten Mannschaft in die NRW-Klasse ist in greifbarer Nähe, nachdem sie auch das Heimspiel der siebten Runde der Regionalliga gegen die SG Bünde mit 6:2 gewinnen konnte.

 

 

Runde 7:

Br.Bielefelder SK 1-SG Bünde 16:2
1 Forchert, Martin - Borgelt, Christian +:-
2 Grün, Gerd-Peter - Brunke, Christian 1:0
3 Simon, Hans Christian - Botschek, Martin 1:0
4 Forchert, Niko - Moradi Kahlou, Benjamin -:+
5 Gößling, Guido - Hagemeier, Ulrich ½:½
6 Grüttemeier, Uwe - Gudath, Reiner 1:0
7 Danielmeier, Ralf - Böckstiegel, Ralf 1:0
8 Ebert, Karsten - Lehmann, Oliver ½:½

 
Schon vor dem Start hatte Martin Forchert kampflos gewonnen. Er durfte für die Kollegen noch Kaffee gekochen und konnte dann nach Hause fahren. Da Mannschaftsführer Guido Gößling von der zweiten Mannschaft nur Karsten Ebert bewegen konnte mitzuspielen, musste auch Bielefeld in Brett freilassen, so dass überhaupt nur sechs Bretter aufgebaut wurden.

Nach wenigen Eröffnungszügen hatte auch Hans-Christian Simon bereits einen vollen Punkt erobert. Ein unüberhörbarer Klingelton aus dem Telefon des Gegners beendete die Partie, quasi auch, bevor sie begonnen hatte.

Ralf Danielmeier gewann aus unscheinbarer Stellung heraus durch einen hübschen taktischen Witz entscheidend Holz, so dass sein Gegner sofort die Lust an der Partie verlor. Auch Uwe Grüttemeier war nie in Gefahr und gewann schnell einen Bauern. Auch wenn die technische Verwertung nicht sonderlich überzeugend, sondern vor allem dank gegnerischer Unterstützung gelang, war der Sieg letztlich sicher und verdient.

Guido Gößling konnte es sich leisten, seine objektiv klar vorteilhafte, aber sehr komplizierte Stellung remis zu geben, ohne sich auf die mit einigen Risiken (Figurenopfer auf Position!) verbundene Gewinnführung einlassen zu müssen.

Peter Grün hatte in einem Holländer schnell klaren Vorteil am Damenflügel. Das Gegenspiel auf der anderen Brettseite kam nicht über Ansätze hinaus. Ein missglücktes Bauernopfer beschleunigte dann den Untergang. Auch in dieser Partie war stets klar, wer auf Sieg spielte.

Karsten Ebert hatte typische franzöischen Stellungsnachteile offengelegt (Abseitsspringer auf a6 nach Läufertausch, rückständiger e6-Bauer, Feld e5 + c-linie), die technische Phase aber etwas planlos behandelt, so dass er in einem Turmendspiel landete, das keine Gewinnchancen mehr versprach.

Das 6:2 war so klar, wie es das Ergebnis aussagt. Da Gütersloh nur 4:4 gespielt hat, wird der Mannschaftlich nun vermutlich bereits ein 4:4 reichen, um aufzusteigen.