BSK 1 - Castrop-Rauxel 3,5:4,5 (Update)

(mf) Lange Gesichter beim Heimspiel gegen Castrop-Rauxel: Trotz einer zwischenzeitlichen 3,5:2,5-Führung verlor die erste Mannschaft noch mit 3,5:4,5.
 Bielefelder SK2259-SV Castrop-Rauxel22153½ : 4½
# Rang Name Elo - Rang Name Elo Resultat
1 1 Malcher, Werner 2342 - 6 Afek, Yochanan 2310 1 : 0
2 2 Forchert, Martin 2387 - 7 Kusnetsov, Mark 2253 1 : 0
3 3 Grün, Gerd-Peter 2358 - 8 Kartsev, Alexandr 2210 0 : 1
4 5 Gößling, Guido 2230 - 11 Kartsev, Soel 2211 0 : 1
5 6 Wagenknecht, Uwe 2208 - 13 Sokalsky, Alexander 2245 0 : 1
6 7 Simon, Hans Christian 2205 - 14 Kaeding, Rainer 2160 ½ : ½
7 9 Grüttemeier, Uwe 2165 - 15 Böhnke, Martin 2175 ½ : ½
8 10 Danielmeier, Ralf 2174 - 16 Hille, Ralph Ingo 2153 ½ : ½

 

Werner Malcher und Martin Forchert gewannen relativ klar. Werner Malcher hatte durch starkes Spiel die Initiative seines Gegners abgewehrt, sich dann den Bauernschwächen gewidmet, bald einen Bauern erobert, dann einen zweiten. Martin Forchert dagegen gelangte direkt aus der Eröffnung in ein besseres Endspiel, das der Gegner an mehreren Stellen remis machen konnte. Aber es war nicht so einfach zu sehen, und so gewann er schließlich durch "Anöden".

Guido Gößling verlor völlig unnötig, weil er seine überlegene Stellung für das Linsengericht eines Bauern aufgegeben hatte, sich dann einer sehr gefährlichen Initiative gegenübersah und es verpasste, noch ins Dauerschach zu fliehen. Ralf Danielmeier und HC Simon lieferten ziemlich müde Remispartien ab. Uwe Grüttemeier brauchte schon Findigkeit, um sein Endspiel remis zu halten. So weit, so gut. Aber dann beim Stand von 3,5:2,5 und zwei klar vorteilhaften Stellungen begann das Drama.

Peter Grün hatte eine ziemlich remisträchtige symmetrische Stellung mit nur noch Läufern und Türmen immer weitergespielt und seinen jungen Gegner mehr und mehr überspielt. Er hatte dann drei Möglichkeiten weiter zumachen: Einen kleinen Vorteil bei gleichem Material zu sichern, einen Bauern zu gewinnen, dem Gegner aber Dauerschachchancen zu geben oder eine Figur zu opfern, um zwei verbundene Freibauern zu bilden. Peter Grün die letztgenannte Möglichkeit. Unglücklicherweise fand sein Gegner eine starke Verteidigung, so dass er in einer Stellung mit Dame und Bauern gegen Turm, Läufer und zwei Bauern landete, die nur noch symbolischen Vorteil bot. Beim Versuch auch aus dieser Stellung noch etwas zu machen, übersah er einen Matt-Trick und musste aufgeben.

Noch schrecklicher das Malheur von Uwe Wagenknecht. Sein Endspiel mit Turm, Springer und drei Bauern gegen Turm und fünf Bauern war technisch sicher nicht einfach. Aber eigentlich sollte eine Niederlage ausgeschlossen sein. Doch er verbrauchte bei seinen Gewinnversuchen viel Zeit und landete schließlich in einem Endspiel mit einer Qualität weniger, allerdings bei nur noch einem Bauern auf jeder Seite. Weil sein König günstig stand, war das Abräumen des letzten Bauern nicht zu verhindern. Doch überschritt er immer noch in Remisstellung die Zeit. Gruselig.