BSK I - Langenfelder SF 5,5:2,5

(mf) In der vierten Runde der NRW-Klasse 1 kam die erste Mannschaft zu einem wichtigen und überraschend deutlichen Sieg gegen die Langenfelder Schachfreunde (vormals Monheim).

Es fing perfekt an: Werner Malcher gewann in Windeseile gegen Peter Weber, der in der Fischer-Variante im Najdorf-Sizilianer verkehrt auf d4 zurückgenommen hatte. Jedenfalls hatte der Mannschaftskampf kaum angefangen, da lagen wir schon vorn.

Auch Josef Hülsmann war als Weißer gegen Uwe Wagenknecht bereits früh auf einen uralten Trick hereingefallen (1. d4 Sf6  2. Lg5 Se4 3. Lf4 d5 4. e3 Lf5 5. Sd2 e6 6. Sgf3 g5 7. Lg3 h5 8.h3 Sg3:) und stand nach wenigen Zügen mit dem Rücken zur Wand. Uwe gewann die Partie klar, am Ende sogar mit einer hübschen Kombination.

Peter Grün hatte mit der Aljechin-Verteidigung gegen Homuth schnell bequem ausgeglichen und später sogar klaren Vorteil herausgespielt, leider reichte es aber nicht ganz zum vollen Punkt. Martin Forchert hatte gegen Rechmann auch leichten Vorteil, beschied dann ein Remisgebot abschlägig, nur um kurz danach einen Trick zu übersehen, der ihn einen Bauern kostete. Zum Glück setzte Rechmann aber etwas übereilt fort. Martin Forchert: "Nachdem ich eine Variante berechnet hatte, die Ausgleich zu sichern schien, bot ich Remis an, was er annahm. Schwein gehabt. Denn meine Variante hatte natürlich ein Loch."

Ralf Sudbrock gewann gegen einen Ersatzmann relativ glatt, nachdem dieser mehrfach Ausgleichsfortsetzungen nicht erkannt hatte. Uwe Grüttemeier musste sich etwas strecken, um Remis zu erreichen. Nach einer Phase extremen Anödens von beiden Seiten hatte er quasi die erste Drohung seines Gegners nicht korrekt beantwortet und musste im Turmendspiel mit einem Bauern weniger noch etwas leiden.

HC Simon verhunzte leider völlig unnötig eine klar überlegene Stellung. Nach ein paar etwas planlosen Zügen kamen die passiven Figuren des Gegners plötzlich zum Leben und das Blatt hatte sich gewendet.

Dafür, dass die Mannschaft erst spät zum Essen gehen konnte, sorgte diesmal Guido Gößling. Sein Gegner hatte erneut eine bekannt schlechte Aljechin-Variante gespielt, auf die sich Guido vorbereitet hatte. Leider tat er sich sehr schwer damit, den Sack zuzumachen. So holte er nur ein Springerendspiel mit einem Bauern mehr heraus, dass sich sehr zäh gestaltete.

Am sicheren Sieg änderte das aber nichts, unterm Strich stand ein ziemlich ungefährdeter Sieg. In der nächsten Runde steht nun das Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft vom SK Münster an. Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn wäre ein ganz wichtiger weiterer Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.